Ergotherapie
richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die durch Zeichen wie Bauchweh, Kopfweh, Rückzug oder aggressivem Verhalten,… zeigen, dass sie in ihren derzeitigen Lebensumständen überfordert sind.
Ich biete eine fundierte sensomotorische Abklärung. Danach legen wir gemeinsam – Kind, Eltern und Therapeutin- die Behandlungsziele fest, die in folgenden Bereichen liegen können:
- Motorik (Grob-, Fein- und Grafomotorik)
- Sensorische Verarbeitung (Berührung, Gleichgewicht, Sehen, Hören,…) und sich selbst gut wahrnehmen und spüren können
- Verhalten in der Familie, im Freundeskreis und in der Schule
- Konzentration und Ausdauer, planvolles Handeln
- Regulation von Spannung und Bewältigung von Stress
- Emotionale Entwicklung und persönliche Reife
- Selbstbewusstsein durch Erleben von Selbstwirksamkeit
Dabei gestalte ich die Therapie mit Elementen wie Funktionelles Training (Bewegung), Handwerk, Spiel und kreatives Gestalten.
Auch die Eltern erfahren Unterstützung und Beratung in Elternstunden, wenn es darum geht, wie die in der Therapie gegebenen Impulse zu Hause umgesetzt werden können.
Weiterführende Informationen für interessierte Eltern:
Überweisungsschein:
Ergotherapie wird vom Kinderfacharzt (Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde; Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie) verordnet. Vor Therapiebeginn (ab 2. Stunde) muss der Überweisungsschein (zusammen mit dem von mir erstellten Behandlungskonzept) bei ihrer Krankenkasse von Ihnen chefärztlich bewilligt werden, damit die Therapiekosten anteilig rückerstattet werden.
Therapie:
Am Anfang der Therapie stehen ein Elterngespräch und eine Befundungsstunde, in der ich Ihr Kind kennenlerne und Tests, Screenings, Spiele... durchführe. Danach werden die Ziele gemeinsam definiert.
Die Therapie beinhaltet je nach Bedürfnis Stunden mit dem Kind alleine, alle zusammen oder auch Elternstunden, in denen die Bedürfnisse und Anliegen der Eltern in Hinblick auf die Entwicklung ihres Kindes Platz finden.
Eine Therapieeinheit dauert ca. 45 Minuten. Ein wesentlicher Teil der Therapie findet zu Hause in der Umsetzung des Gelernten statt.
Kosten:
Die Kosten für 1 Stunde Ergotherapie (ET 60) werden bar oder durch Überweisung nach Rechnungserhalt bezahlt. Ein Teil der Kosten erhalten Sie nach Einreichung der Unterlagen von Ihrer Krankenkasse zurück. Die Auswertung der Tests und die Befunderstellung werden mit 1 Therapiestunde verrechnet.
„Basic comfort“ - Lebensqualität in und um die Ergotherapie
Damit die Schwierigkeiten, Schwächen oder manchmal auch die Diagnose Ihr Kind nicht überdecken und wir in der Ergotherapie keinen einseitig problemorientierten Zugang wählen, möchte ich gerne gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind auf Ressourcen und allgemeine Lebensqualität einen Blick werfen.
Es gibt folgende, objektiven Kriterien, denen ich Beachtung schenke:
- Beschäftigung (Kindergarten, Schule, Arbeit,…)
- Beziehungen (Freunde, Autoritätspersonen,… – „das soziale Netz“
- Gesundheit
- Fähigkeiten
- Lebensort (Familie, physischer Ort (Haus, Wohnung, Zimmer, Land, Stadt,…)
Diese objektiven Bedingungen werden noch ergänzt mit der Sicht ihres Kindes auf sein subjektives emotionales Wohlbefinden. (= ein sinnerfülltes Leben nach ganz individuellen Kriterien). Das Wort Sinn kommt vom indogermanischen „sent“ und heißt „einer Fährte folgen“. Diese Fährte versuchen wir in der Therapie gemeinsam aufzunehmen.
Um sich also in der Ergotherapie wohlzufühlen, sind mir folgende Punkte wichtig:
- Ein Umfeld anbieten, das die Balance findet zwischen Herausforderung und der Möglichkeit, diese zu meistern. Eine selbst gemeisterte Herausforderung ist die Hauptquelle von Glück und Zufriedenheit und stärkt das Selbstbewusstsein
- Ein Umfeld anbieten, das frei von Stress ist. Den Kindern wird Sicherheit geboten, indem sie Kontrolle haben durch Klarheit und Vorhersehbarkeit in der Therapie.
- Physische Gesundheit: Da wir wissen, dass Bewegung / Sport hilft Stress und Angst zu reduzieren, uns besser mit uns selbst verbindet und wir besser schlafen, lege ich Wert darauf, dass Bewegung immer ein Teil der Therapie ist.
- Emotionales Wohlbefinden: Glückliche Menschen sind erfolgreicher im Leben, gesünder, haben ein besseres Sozialnetz und können Schwierigkeiten besser überwinden.
- „Kommunikation als Partner“ bedeutet für mich, dass wir uns um eine Perspektivenübernahme aller Beteiligter bemühen. (Wie ist das aus der Sicht des Kindes, der Eltern oder anderer Beteiligter?)
- Die funktionelle Abklärung der ersten Stunde und unser Blick auf das Wohlbefinden ihres Kindes ermöglicht uns ein ganzheitliches Vorgehen beim Definieren von Zielen. Dabei überlegen wir, was in dem gemeinsam verbrachten Zeitrahmen möglich ist und was jeder (Ergotherapeutin, Eltern, Kind) zum Gelingen beitragen kann und will.